Ordentliche Sommerauktion in Hamm

Auktionsberichte
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Diese korrekte Lancelot-Enkelin wurde von der Wiewer-Rellmann GbR für 2.100 € in den Kreis Olpe verkauft. (Foto: Flaßkamp)

Großes Deckbullenangebot

Das etwas zu reichliche Angebot an Deckbullen war leider nicht komplett abzusetzen, so dass fünf Bullen im Überstand verblieben. Insbesondere die qualitativ etwas schwächeren Bullen könnten dabei nur schwer an die sehr preisbewusst agierenden Käufer in diesem Segment vermittelt werden, wodurch sich der Durchschnittspreis auf 1.314 € reduzierte. Korrekte Bullen aus exterieur- und leistungsstarken Kuhfamilien waren hingegen gefragt und sorgten für Spitzenpreise von über 2.000 €. Erfolgreichster Bullenverkäufer am Auktionstag war Antonius Richter aus Salzkotten. Er präsentierte einen hellgezeichneten Stabilo-Sohn mit absolut überzeugendem Seitenbild. Schauerfolge und  Langlebigkeit bei höchster Leistungsbereitschaft sowohl bei der Mutter RH Glenda EX90 als auch der  Großmutter Gloria EX92 haben sicherlich ihren Teil zum Verkauferfolg beigetragen. Erst bei 2.200 € fiel der Hammer für einen Kunden aus dem Märkischen Kreis. Nur knapp dahinter platzierte sich ein tiefschwarzer Jeeves-Sohn aus dem gleichen Züchterstall. Dieser Bulle stammt aus der bekannten Meggilee-Familie und wurde für 2.100 € an eine Käufer aus dem Raum Kleve zugeschlagen. Den gleichen Verkaufspreis erzielte Norbert Havelt, Warendorf für einen sehr harmonischen Lawn Boy-Sohn mit besten Bewegungen. Der Bulle wird im Oberbergischen Kreis zum Einsatz kommen. Für 2.000 € sicherte sich ein Käufer aus dem Kreis Borken einen tadellosen Rubello-Sohn aus der Zucht von Bernhard Langenberg, Bocholt. Mutter des Bullen ist die schauerfahrene Rubens-Tochter Tunika.

 

Färsennachfrage ungebrochen

Das Angebot an abgekalbten Färsen erstreckte sich über das gesamte Qualitätsspektrum und war mit 113 Tieren auch für eine Sommerauktion ziemlich knapp. Eine Verkaufsquote von über 99 % und ein Durchschnittspreis von 1.514 € sind ein weiterer Beleg für die ungebrochen starke Nachfrage nach Holsteinrindern aus dem In- und Ausland, die auch ein größeres Auktionsangebot sicherlich gut aufgenommen hätte. Die Preisspitze teilten sich eine H-Tom-Tochter aus der Zucht von Heinz Josef Rudolphi, Bad Lippspringe und eine Wire-Tochter aus dem Betrieb Hermann Ostendarp, Vreden, die für jeweils 2.200 € an Käufer aus Thüringen und Italien zugeschlagen wurden. Die beiden noch jungen Färsen überzeugten mit einwandfreien, drüsigen und festansitzenden Euter und klaren Fundamenten. Dem Spitzenduo folgte eine nicht weniger auffällige Lameo-Tochter aus der Wiewer-Rellmann GbR. Sie wird für einen Steigpreis von 2.100 € zukünftig im Kreis Olpe gemolken werden. Abgerundet wird das 2.000-Quartett durch eine rahmige Marc-Tochter aus dem Betrieb Helmut Schütte aus Petershagen, die für 2.000 € an einen Züchter aus Thüringen verkauft wurde.

 

Malvoy-Kalb erzielt Spitzenpreis

Der Zuchtkälbermarkt verlief durchweg zügig und erzielte einen mittleren Preis von 377 €, der sich gegenüber dem Vormonat leicht reduzierte. Für Belebung sorgten zwei schicke und sehr korrekte Töchter des RUW-Vererbers Malvoy aus der Zucht von Patrick Balster aus Selm, die für 760 €, und damit zum Tageshöchstpreis, bzw. 600 € an einen Züchter aus dem Kreis Warendorf verkauft wurden. Für jeweils 640 € und ebenfalls in den Kreis Warendorf wechselten eine bestens entwicklete Cassano-Tochter aus dem Betrieb Johannes Dresemann, Tecklenburg und eine fast komplett schwarze und tadellose Jetlag-Tochter aus der Köster KG, Steinfurt.

 

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag den 07. September 2010 statt.

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

42

37

   900 - 2.200

1.314

-183

 

Kühe

2

1

1.400 - 1.400

1.400

+50

 

Rinder

113

112

   900 - 2.200

1.514

-108

 

Jungrinder

3

3

520 - 620

560

+68

 

Kälber

49

47

200 - 760

377

-37

 

Klemens Oechtering

 

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