Export bestimmt den Markt

Auktionsberichte
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Für 1.900 Euro fand diese schicke Testbullen-Färse (V.: Shelby v. Shottle) einen neuen Besitzer. Verk.: Gerhard Wedell, Kamen. (Foto: Willi Flasskamp)

Qualität belebt den Bullenmarkt

Das Angebot an Deckbullen war nur etwas kleiner als im Februar, konnte aber bei deutlich ansteigendem Preisniveau zügig vermarktet werden. Verantwortlich hierfür war nicht zuletzt die Qualität der aufgetriebenen Tiere. Gleich fünfmal kletterte der Preis über die 2000-er Grenze, während der deutlich gestiegene Durchschnittspreis sich bei 1449 € einpendelte. Nur fünf Bullen konnten keinen neuen Besitzer finden. Den für 2800 € teuersten Bullen der Auktion verkaufte die Köster KG aus Steinfurt. Dieser bestens entwickelte Shottle-Sohn mit hervorragenden Fundamenten, gezogen aus der Mr. Sam-Töchter HF Susi kommt zukünftig in Hessen zu Einsatz. Die gleiche Reise tritt ein Eleve-Sohn aus der Zucht von Ernst-August Warner, Rahden für eine Zuschlagpreis von 2700 € an. Mutter des Bullen ist die exzellent bewertete und schauerfahrene Kuh Sherry. Mit einem Preis von 2600 € folgte auf dem dritten Rang wiederum ein Shottle-Sohn, diesmal gezogen von Rainer Thoenes aus Kalkar. Auch dieser Bulle aus der excellenten Mutter THI Gibra wurde nach Hessen verladen. Weitere Spitzenpreise von 2500 € bzw. 2100 € erzielte das Daisy Syndikat für einen Damion-Sohn aus der bekannten Schaukuh Daisy sowie Antonius Richter für einen Joyboy-Sohn aus der Megglie-Tochter RH Mary.

Gute Rinder sind gesucht

Der Rindermarkt war gekennzeichnet durch große Unterschiede in der Tierqualität. Während die schwächeren Tiere nur für Preise unter 1000 € abgesetzt werden konnten, stiegen die Gebote für korrekte Rinder mit passender Leistung schnell auf 1800 € und mehr, fünf Tiere erzielte Preise oberhalb der 2000 €. Die Spitzentiere verblieben mehrheitlich im eigenen RUW-Gebiet sowie den angrenzenden Regionen, während das mittlere Preissegment zu großen Teilen ins Ausland verkauft wurde. Die Verkaufsquote von über 98 % bei zügigem Marktverlauf spricht dafür, dass sich für alle Qualitäten Käufer eingefunden hatten. Der Durchschnittspreis, der im Februar rückläufig gewesen war, erholte sich wieder und betrug im Mittel 1410 €. Den Tageshöchstpreis bei den Rindern erzielte Meinolf Schwede Heihoff aus Delbrück für eine elegante Shottle-Tochter gezogen aus der erfolgreichen und exzellent bewerteten Schaukuh Liane. Mit ihrem überzeugenden Erscheinungsbild und der schauerfahrenen Mutter hat dieses Tier alle Voraussetzung um auf zukünftigen Schauen erfolgreich zu sein. Käufer aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein bewiesen beim Bieten den längsten Atem und erhielten unter Applaus den Zuschlag bei 2800 €. Mit deutlichem Abstand folgten für 2200 € auf dem zweiten Rang zwei rahmige Färsen mit hervorragenden Fundamenten und bestens entwickelten Eutern; zum einen eine H-Tom-Tochter aus einer Outside-Mutter aus dem Betrieb Heinz Josef Rudolphi, Bad Lippspringe und zum anderen eine Bolton-Tochter aus einer Ramos-Mutter aus der Zucht von Bernhard Langenberg, Bocholt. Beide Färsen verbleiben im eigenen Zuchtgebiet. Einen Steigpreis von 2100 € erzielten Friedrich Tietze aus Versmold für eine funktionelle und Gibor-Tochter und Franz Josef Senger Stuftei aus Ennigerloh für eine milchtypische H-Tom-Tocher. Die beiden Rinder wechseln in einen hessischen Züchterstall.

 

Mittleres Kälberangebot

 

Der Auftrieb an Jungrindern und Kälber war mit insgesamt 58 Tieren nicht zu umfangreich. Bei leicht nachgebenden Durchschnittspreisen von 359 € wurden aber fast alle Tiere an einen neuen Besitzer verkauft. Den Spitzenpreis bei den Zuchtkälber erzielte Matthias Heimes aus Schmallenberg für eine  sehr gut entwickelte Talent2-Tochter. Für 620 € fiel der Zuschlag an einen Käufer aus den Niederlanden. Der gleiche Käufer sicherte sich für 500 € ein Ashlar-Kalb aus dem Betrieb Richard Reinecke, Wettringen. Mit einem Steigpreis von 520 € wurde das zweitteuerste Kalb des Tages von Christoph Beer aus Sendenhorst nach Bayern verkauft. Es handelt sich um eine Curtis-Tochter aus einer Carmano-Mutter.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet in der Woche nach Ostern am Mittwoch den 07. April 2010 statt.

 

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

Bullen

39

34

900 – 2800

1449

+120

Kühe

13

11

600 – 1500

1073

-194

Rinder

212

208

600 – 2800

1410

+67

Jungrinder

16

15

400 – 740

545

-175

Kälber

42

40

180 - 620

359

-53

 

Klemens Oechtering

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