Jetlag aus Lobito teuerstes Rind in Hamm

Auktionsberichte
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Bernhard Wacker aus Steinfurt erzielte mit dieser vielversprechenden Lexikon-Tochter einen Preis von 2.300 €. Foto: W. Flaßkamp

Gute Bullen gefragt

34 der 38 Bullen, die sich im Angebot befanden, fanden einen neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis betrug am Ende 1.288 €. In dieser Kategorie sind hohe Anforderungen ans Exterieur und sichere Mutterleistungen die Faktoren, die das Spiel bestimmen. Mittlere Qualitäten lassen sich schlecht absetzen. Mit dem teuersten Bullen des Tages war Thomas Wiethege aus Halver erfolgreich. Er erzielte für einen Joyboy-Sohn 1.900 €, bei der Mutter handelt es sich um Gelatti (85 Punkte) mit sehr hohen Milchleistungskennziffern. Die Käufer aus Paderborn waren auch von der hervorragenden Präsentation dieses Verkaufstieres überzeugt. Züchter aus dem Kreis Borken interessierten sich gleich für den ersten Bullen des Tages, einen Carmano-Sohn, den die Köster KG aus Steinfurt zum Verkauf stellte. Der Zuschlagspreis für diesen und die zwei folgenden Bullen lautete 1.700 €. Bei der Mutter dieses typstarken Bullen handelt es sich um die Faber-Tochter HF Minka (86 Punkte). Ebenfalls in dieser Preiskategorie war Bernhard Langenberg aus Bocholt mit einem Dominator-Sohn erfolgreich. Mutter ist die Origin-Tochter Giesa, die mit 86 Punkten bewertet ist und vor allem durch hohe Inhaltsstoffe glänzt. Dieser Bulle wechselte in den Kreis Olpe.

 

Viele Rinder exportiert

Inzwischen wächst die Hoffnung, dass die Blauzungenimpfung greift und virusfreie Tiere, die lange genug geimpft sind, wieder wie in alten Zeiten von der Hammer Auktion den Weg in den mediterranen Raum finden. 184 Rinder ließen sich zügig absetzen. Der Durchschnittspreis erhöhte sich deutlich auf 1.642 €. Der Tageshöchstpreis in Höhe von 2.800 € wurde gleich zwei mal erzielt. Schaufertig in jeder Beziehung mit besten Fundamenten, super Euter und harmonischem Seitenbild zeigte sich eine Jetlag-Tochter, die aus der mit 83 Punkten bewerteten Lobito-Tochter Eva stammt. Karl Heinz Menert aus Velen hatte richtig angepaart und freute sich mit den Käufern aus dem Kreis Warendorf über diesen tollen Erfolg. Erneut glänzte auch die Zuchtstätte Heinz Josef Rudolphi aus Bad Lippspringe mit einem exterieurstarken Tier. Die Käufer aus dem Kreis Soest sicherten sich seine Lee-Tochter mit hoher Einsatzleistung. Mutter ist die Champion-Tochter Waldblume. Georg Upgang aus Vreden erzielte 2.500 € für ein Canvas-Rind. Mutter ist die Streetboy-Tochter Evita, die mit 84 Punkten bewertet ist. Die Käufer kamen aus Recklinghausen.

 

Kälber

Am Ende des Versteigerungstages fanden alle 34 aufgetriebenen Kälber einen neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis konnte nicht an das Feuerwerk der Vorauktion anbinden, pendelte sich aber immerhin bei 453 € ein. Drei Kälber erzielten jeweils 620 €. Die Bernsmann GbR aus Dorsten war, wie so oft, erfolgreich mit einem Kalb von Emil II, das in den Kreis Borken wechselte. Mutter ist die Adretto-Tochter Janine, die mit 85 Punkten bewertet ist. Zwei weitere Kälber wechselten in den Kreis Höxter. Dabei handelte es sich um ein Classic-Kalb von Heinrich Krevert aus Sendenhorst, dessen Mutter die Faber-Tochter Buschwind ist. Bei dem anderen Kalb handelt es sich um junge Genetik. Friedrich Vogt aus Unna setzte den RUW-Testbullen Malan-Red von Marmax ein. Mutter ist die Cocherill-Tochter Romi (83 Punkte). Alle drei Kälber waren hervorragend herausgebracht und lagen im Trend der Käufer.

 

Die nächste Versteigerung in Hamm findet am Dienstag, dem 7. Oktober, statt. Anmeldungen werden noch bis 15. September entgegengenommen.

  

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Æ

 

Diff.

Bullen

38

34

900–1900

1288

-71

Kühe

4

4

950–1550

1275

-325

Rinder

184

184

1000–2800

1642

+163

Jungrinder

12

12

560–900

648

-188

Kälber

34

34

240–620

453

-69

 

Bernd Koch

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