August-Auktion in Bitburg

Auktionsberichte
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Diese hervorragende Elway-Tochter (Kat-Nr. 57) aus er Zucht von Norbert Wendling, Roth/Rhein-Hunsrück, wurde für 2.300 € nach Luxemburg verkauft. (Foto: Heinrich Schulte)

Bullen

Von den 14 aufgetriebenen rot- und schwarzbunten Holsteinbullen konnten 12 dem scharfen Blick der Körkommission genügen und gekört werden. Preislich waren es, wie fast immer in Bitburg, die rotbunten Bullen, die den Reigen anführen. Mit 1.700 € im Zuschlag stellte die Zuchtstätte der Gebr. Merz, Bauler die Preisspitze. Dieser sehr formschöne Lichtblick-Sohn war bereits hervorragend entwickelt und wird seinen Dienst zukünftig im Kreis Cochem-Zell verrichten. Mutter des Bullen ist die rotbunte Laredo-Tochter Thekla, die in der dritten Laktation mit 86 Punkten bewertet wurde und im Durchschnitt von drei Laktationen über 12.000 kg Milch bei guten Inhaltsstoffen geleistet hat. In Ihrer Höchstleistung brachte sie es auf sogar fast 13.500 kg Milch. Dreimal fiel der Hammer bei den Bullen bei 1.450 €. Hiervon stellte die Zuchtstätte Lenz, Steinborn gleich zwei rotbunte Bullen. Zum einen die Kat.Nr. 7, ein kapitaler Ludox-Sohn aus einer Colby-Red-Mutter und zum anderen die Kat.Nr. 9, ein ebenfalls starker rotbunter Jungbulle von Joyboy aus einer Sigmar-Mutter. Diese beiden Bullen hatten berechtigterweise jeweils die höchsten Formnoten des Tages erhalten. Sie präsentierten sich hervorragend und konnten zügig zugeschlagen werden. Der preislich stärkste schwarzbunte Jungbulle mit 1.450 € wurde von der Zuchtstätte Stefan Marxen, Dingdorf gestellt. Der sehr korrekte, formschöne Jetlag-Sohn wußte mit seiner excellenten Mediano-Mutter, die wie alle vorausgehenden Bullen mit absoluten Höchstleistungen zu glänzen. Hier stehen im Pedigree bei immerhin sechs Laktationen durchschnittlich 10.500 kg Milch und in der Höchstleistung über 12.000 kg im Papier.

 

Färsen

Wie bereits eingangs geschildert, waren die Käufer entgegen den vorausgegangenen Auktionen nicht mehr ganz so stark bereit, die gewohnt hohen Preise zu zahlen. Und dennoch, absolut korrekte Holstein-Zuchtfärsen mit einer Einsatzleistung von 30 kg bei einwandfreien Eutern und funktionellen Exterieur fanden zügig ihre Käufer. Auf Tiere mit Ansagen bzw. zuvielen Melktagen wurde nicht geboten. Will man die Spitze der Holstein-Zuchtfärsen beschreiben, so muß man das Feld von hinten aufrollen. Denn es war die jüngste Färse der Versteigerung, die den absoluten Spitzenpreis von 2.300 € erzielte. Der bekannte Holstein-Züchter Norbert Wendling aus Roth im Hunsrück war mit einer absoluten Schaufärse mit hohem Leistungspotential nach Bitburg gekommen. Diese Elway-Tochter bestach bereits im Stall und konnte die Blicke vieler Interessenten auf sich ziehen. Sie hat eine BossII-Mutter, die im Durchschnitt von fünf Laktationen über 11.000 kg Milch geleistet hat. Die Großmutter, eine Skywalker-Tochter, war ebenfalls eine hochproduktive Kuh (>11.000 kg). Bei dieser Verkaufsfärse blieben keine Wünsche offen: Ein absolutes Schaupotential mit einem hervorragenden Euter, tadellosen Fundamenten und einer zweiten Kontrolle mit über 30 kg Milch. Nach einem sehr spannenden Bieterduell behielt ein begeisterter Züchter aus Luxemburg die Oberhand. Diese eben geschilderten Atribute galten auch für die Holstein-Färse mit dem zweihöchsten Gebot von 1.900 €, einer Strunz-Tochter aus der bekannten Zuchtstätte Zens, Musweiler, die sich ein Züchter aus Belgien sicherte. Auch hier passte einfach alles: Exterieur, tadelloses Euter, hervorragend präsentiert und eine durchschnittliche Mutterleistung von 10.000 kg Milch bei sehr hohen Inhaltsstoffen und einem aktuellen Kontrollergebnis von über 35 kg Milch. Preislich folgte mit 1.650 € die Kat.Nr. 40, eine sehr große, starke, enorm leistungsbereite (Tagesgemelk über 40 kg Milch) Modest-Tochter aus der Zucht von Berthold Kandels, Auw. In der Pedigreereihenfolge finden sich bekannte Namen wie Ramses und Basar, die alle hohe Leistungen garantieren, was auch die Mutter und Großmutter gezeigt haben. Mit 9.600 und über 11.000 kg Milch konnte das Papier, aber auch gerade das tadellose Rind selbst, ebenfalls einen Züchter aus Belgien überzeugen.

 

Die Nachfrage nach melkenden Auktionsfärsen aus Bitburg wird auch in den nächsten Monaten anhalten. Die Züchter sollten die günstige Marktlage nutzen und verstärkt den Bitburger Auktionsplatz beschicken. Die nächste Zuchtrinderversteigerung der RUW in Bitburg ist am Donnerstag, 11. September 2008. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 25. August 2008.

 

Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg, 54636 Fließem, Tel. 06569 9690-0, Fax 9690-99. E-Mail: infofliessem@ruweg.de  / www.ruweg.de .

 

Gerd Grebener

 

Preisspiegel

 

 

Auftrieb

Verkauft

Spanne €

Æ-Preis €

Veränderung €

Bullen

12

11

1.050 – 1.700

1.310

-10

Rinder

30

24

950 – 2.300

1.470

-215

 

 

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