Gute Auktion in Hamm

Auktionsberichte

Nach einer durchaus lebhaften Zuchtviehversteigerung, bei der 218 Holstein-Tiere zum Verkauf standen, hatte sich der Preis für die größtenteils frisch abgekalbten Färsen bei knapp 1.480 € eingependelt. Der Bedarf nach solchen Tieren ist also nach wie vor vorhanden, nur die Bereitschaft, das große Geld auszugeben, hat bei den Käufern nachgelassen. Erfreulich, dass trotz der Blauzungenbeschränkungen Käufer aus Belgien, Holland und sogar Polen den Weg nach Hamm fanden.

 

Gute Bullen gefragt

Qualität stand im Mittelpunkt des Interesses der Käufer, die unter 38 Tieren dieser Kategorie auswählen konnten. Der Durchschnittspreis erhöhte sich um 57 € auf 1.360 €. Den Tageshöchstpreis erzielte die Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt, indem zugunsten eines Käufers aus dem Hochsauerlandkreis der Zuschlagspreis 2.600 € betrug. Es handelte sich um einen Lichtblick-Sohn aus der bekannten Siegerkuh Morelle. Der Bulle wusste durch sein Äußeres sowie seine gekonnte Präsentation zu überzeugen. Erfolgreich war auch die Winter GbR aus Oelde. Züchter aus dem Oberbergischen Kreis sicherten sich einen Toystory-Sohn aus diesem Betrieb für 2.000 €. Bei der Mutter handelt es sich um die schauerfahrene Noak-Tochter Astre (89 Punkte) mit sehr hohen Milchkennzahlen im Pedigree. Besonders die Exterieurstärken dieses Verkaufstieres sorgten für den hohen Preis.

 

Lebhafte Rinderversteigerung

Die Zeiten der ganz hohen Zuschlagspreise sind für den Moment erst einmal vorbei. Nach wie vor besteht Bedarf an guten Rindern zur Bestandsergänzung, jedoch nicht mehr zu jedem Preis. Mit 1.479 € im Schnitt konnte das Ergebnis der Vorauktion nicht erreicht werden, dennoch überwogen die zufriedenen Gesichter am Auktionsring. Auch die Käufer waren darüber zufrieden, dass ihr Portemonnaie nicht mehr so stark strapaziert wurde, wie es bei den Vorauktionen der Fall war. Es ist halt eine höherer Milchpreis nötig! Insgesamt standen 152 Verkaufstiere dieser Kategorie in den Zentralhallen. Immerhin 3.000 € erzielte Bernhard Langenberg aus Bocholt mit einem jungen Rind am Ende des Verkaufskontingentes, das keine Wünsche offen ließ und nach hartem Bietduell in den Kreis Lippe wechselte. Diese Laurel-Tochter war sehr gut entwickelt und überzeugte mit einem fest ansitzenden drüsigen Euter bei besten Fundamenten. Mutter ist die Cash-Tochter Cremona, die mit 86 Punkten bewertet wurde.

 

Kälber im Preis hoch

Am Ende der Versteigerung erzielten 23 Kälber 522 € im Schnitt. Der Bedarf in dieser Kategorie konnte bei weitem nicht gedeckt werden. Den Tageshöchstpreis erzielte Frank Osterhaus aus Lengerich mit einem frohwüchsigen Mr.Bruns-Kalb, das für 800 € in den Kreis Borken wechselte. Käufer aus dem Oberbergischen Kreis sicherten sich für 720 € ein weiteres Kalb aus dieser Zuchtstätte. Dabei handelte es sich um eine kleine Classic-Tochter, deren Mutter mit hohen Milchleistungen zu glänzen wusste.

 

 

Die nächste Versteigerung in Hamm findet am 02.09.2008 statt.

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Æ

 

Diff.

Bullen

38

31

900 - 2600

1360

+ 57

Kühe

1

1

1600

1600

+100

Rinder

152

150

850 – 3000

1479

-221

Jungrinder

3

3

560 – 1000

837

+177

Kälber

24

23

300 – 800

522

+60

 

Bernd Koch

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