Gute Rinder in Hamm weiterhin gefragt

Auktionsberichte
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Diese leistungsstarke Testbullentochter vom Origin-Sohn Orinoko wurde für 2000 € nach Ostdeutschland verkauft. Verk.: J. Flaßkamp, Warendorf

Zähe Bullenversteigerung

Nach der Hausse der Vorauktion war es am Dienstag eher schwer, diese Kategorie zu versteigern. Nur 35 Bullen von den 49 die im Angebot standen, fanden einen neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis verringerte sich auf 1.254 €. Gute Qualität forderte aber auch an diesem Tag ihren Preis. So erzielte Bernhard Langenberg, Bocholt, mit einem Buckeye-Sohn aus seiner exzellenten schauerfahrenen Sumatra von Bestow 2.800 €. Die Käufer aus Gütersloh waren von der Entwicklung, der Präsentation und bestimmt auch von den allerbesten Fundamenten überzeugt.

 

Flotter Rindermarkt

Zahlreiche Verkaufsuntersuchungen in der jüngsten Vergangenheit ließen den Schluss zu, dass die Rinder im Moment nicht sehr stark mit Blauzungenvirus belastet sind. Entsprechend fiel das Untersuchungsergebnis aus, und zahlreiche Käufer aus dem europäischen Ausland aber auch aus dem Osten Deutschlands machten sich auf den Weg nach Hamm, um einzukaufen. Von den 188 Rindern fanden bis auf 3 alle einen neuen Besitzer, wobei der Zuschlagspreis sich im Schnitt um 156 € auf 1.647 € erhöhte. Vor allem die jüngeren boxenlaufstalltauglichen Rinder fanden reißenden Absatz. Dies erfuhr auch Bernhard Langenberg, Bocholt. Nach seinem Verkaufserfolg bei den Bullen stellte er auch das teuerste weibliche Tier des Versteigerungstages. Dabei handelte sich um eine Merinit-Tochter aus der RUW-Schauerfahrenen Tarina von Lentini. Die Käufer aus dem Kreis Lippe investierten für dieses Ausnahmerind 2.700 €. Es handelte sich um eine schaufertige Färse mit höchster Einsatzleistung, die neben ihrer Präsentation aber auch im Exterieur glänzte. Kurz danach überzeugte auch Horst Krüger aus Marienmünster. Eine den Verantwortlichen nicht unbekannte Lichtblick-Tochter betrat den Ring und wurde für 2.400 € zugunsten eines spanischen Käufers zugeschlagen. Dieses Rind war ursprünglich für die DHV – Elite-Auktion als niedertragendes vorgesehen und musste aus bekannten Gründen bis zum 1. April warten, um den neuen Besitzer zu finden. Sie strahlte sehr viel Harmonie aus und war für ihr junges Alter hervorragend entwickelt. Bei der Mutter handelt es sich um die Schaukuh Flamara von Konvoy, die mit 86 Punkten bewertet ist und eine außerordentlich hohe Laktationsleistung aufweisen konnte.

 

Viele Kälber

Am Ende hatten 52 der 53 aufgetriebenen Zuchtkälber einen neuen Besitzer zum Durchschnittspreis von 523 €. Zum wiederholten Male wusste die Zuchtstätte Bernsmann GbR aus Dorsten zu überzeugen. Sie stellte das teuerste Kalb des Tages, dass für 820 € in den Kreis Borken wechselte. Es handelte sich dabei um einen Nachkommen des Bullen Emil II, Mutter ist Doreen (86 Punkte) von Zunder. Neben der Entwicklung des Kalbes stimmte vor allem auch die Präsentation. 100 € weniger investierte ein Züchter aus Hessen für ein Jefferson-Kalb, das von Heiko Schäfer aus Petershagen nach Hamm gebracht worden war. Bei der Mutter handelt es sich um die Rasput-Tochter Urmel (83 Punkte) mit zahlreichen Laktationen. 8 weitere Kälber erzielten jeweils 700 €.

 

Die nächste Versteigerung im Hamm findet am 6 Mai statt. Vorher gibt es allerdings noch die Gelegenheit, am 16. April in Krefeld zu kaufen.

 

Bernd Koch

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Durchschnitt

 

Diff.

Bullen

49

35

900 – 2.800

1.254

-307

Kühe

2

2

1.600 – 1.650

1.625

./.

Rinder

188

185

900 – 2.700

1.647

+156

Jungrinder

3

3

520 – 800

647

-203

Kälber

53

52

260 – 820

523

-122

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