DHV-Eliteauktion in Hamm

Auktionsberichte

Spannendes Richtgeschehen

Zunächst hatte aber der Preisrichter, Matthias Zens aus Musweiler, die tragenden und abgekalbten Rinder zu richten. Er sah sich dabei 5 Klassen mit sehr guten abgekalbten Rindern gegenüber, die somit hinsichtlich ihrer Stückzahl deutlich die tragenden Rinder übertrafen, die in 3 Klassen eingeteilt wurden. Bemerkenswert war der Erfolg von Bernd Lohmann aus Hückeswagen, der mit einer schaufertigen Interpol-Tochter glänzte und seine Klasse gewann. Bei der Mutter dieses Verkaufsrindes, das am Abend für 3.000 € nach Holland wechselte, handelt es sich um Ornella von Bonus, die mit 86 Pkt. bewertet ist. Eine hohe erste Kontrolle und ein harmonisches Seitenbild sorgten für diesen erfolgreichen Auftritt. Als es um die Entscheidung der Sieger- und Reservesiegerin unter den Abgekalbten ging, hatte eine Reaktor-Tochter von der Kleemann GbR aus Hage die Nase vorn. Mutter ist die schauerfahrene Starleader-Tochter Hilla (88 Pkt.). Zur Reservesiegerin der Abgekalbten erklärte Preisrichter Zens eine sehr harmonische Astronomical-Tochter vom Cosmic Type Syndicate aus Wittmund. Ihre Mutter Tara von Convincer ist eine Tochter der legendären Horton-Tochter Tarona. Bei den tragenden Rindern erzielte die Spielberg Holsteins GbR aus Much mit einem schliffigen Rind von Minister einen zweiten Platz in ihrer Klasse. Ihre Mutter ist Westend von Leduc. Siegerin der Tragenden wurde eine Aspen-Tochter von Günter Kastens aus Stuhr. Bei der Mutter dieses hoffnungsvollen Verkaufsrindes handelt es sich um die Esquimau-Tochter GHH Liz. Die Reservesiegerin ging in ihrer Klasse hinter der zuvor beschriebenen GHH Litzi an zweiter Stelle und ließ somit zwei andere Klassensiegerinnen hinter sich. Es handelt sich dabei um eine September-Tochter aus der Zuchtstätte Josef Batke, Vechta. Ihre Mutter ist keine geringere als die Europasiegerin Kora von Outside. Mit dem Preisrichten war auch der Grundstein für die Versteigerung gelegt und man konnte mit Spannung verfolgen, ob die Bieter mit ihren Kaufentscheidungen den Platzierungen des Preisrichters folgen würden.

 

Volle Halle

Nach der Preisverleihung der „All German Holstein 2007“ füllte sich die Arena pünktlich zum Auktionsbeginn. Beeindruckt waren die Kaufinteressenten vor allem von der sehr gelungenen Renovierung der Arena, die in freundlichem, hellen Ambiente einen würdigen Rahmen abgab. Der Auktionator, Dieter Brockhoff, hatte 87 Holsteintiere zu versteigern, die bei einer Verkaufsquote von 83% abgesetzt werden konnten. Jedes vierte Verkaufsrind stellte die RUW. Der Durchschnittspreis betrug am Ende 3.618 € und somit 905 € mehr als im Vorjahr. Auch die Verkaufsquote lag im Vorjahr mit 75% deutlich hinter dem diesjährigen Ergebnis. 28 Abgekalbte erzielten durchschnittlich 3.625 €. Den Höchstpreis dieser Kategorie sicherte sich eine Minister-Tochter von Gerd Sieckmann aus Bockhorn, die für 7.500 € an den Niederrhein wechselte. Sie war auch Klassensiegerin. Bei der Mutter handelt es sich um die schauerfahrene Esar-Tochter Esmeralda, die mit 87 Pkt. bewertet ist. 5.200 €, und damit den zweithöchsten Zuschlagspreis des Abends, erzielte die zuvor beschriebene Reaktor-Tochter der Kleemann GbR, die den Siegertitel der Abgekalbten beim Preisrichten erzielte. Die Käufer kamen aus Rheinland-Pfalz. Fünf weitere Abgekalbte erzielten jeweils 5.000 €. Sehr erfolgreich konnte sich Thomas Wiethege aus Halver in Szene setzen, der für eine rotbunte Talent-Tochter 4.500 € erzielte. Die Käufer aus Süddeutschland waren nicht nur von der guten Euterqualität überzeugt, sondern auch von der Konvoy-Tochter Esmeralde (87 Pkt.) als Mutter, die Schauexperten wahrlich keine Unbekannte ist. Aufgrund der im Vorfeld festgelegten Blauzungenbedingungen konnte die RUW insgesamt nur 3 abgekalbte Rinder stellen.

 

Unter den 15 Tragenden, die versteigert wurden, befand sich dann kein RUW-Tier. Der Durchschnittspreis betrug hier 3.993 €. Den höchsten Preis mit 6.800 € erzielte der Rinderzuchtbetrieb Wiesenfeld aus Wiesenfeld mit einer Marmax – Tochter, deren Mutter die Rubens-Tochter WFD Raika (87 Pkt.) ist. Es handelte sich dabei um eine frühe Rotbunte aus der Rosalita-Familie. Beim Preisrichten musste sie sich allerdings einer Mister Sam-Tochter geschlagen geben, die für 5.500 € an den Niederrhein wechselte. Somit erzielte der glückliche Verkäufer, Gerd Sieckmann aus Bockhorn, mit diesem harmonischen Rind den zweithöchsten Steigpreis bei den Tragenden, nachdem er, wie zuvor beschrieben, bereits das teuerste abgekalbte Rind verkauft hatte. Ein toller Erfolg. Das Siegerrind der Tragenden, die zuvor beschriebene Aspen-Tochter GHH Litzi, erzielte 3.800 €.

 

23 Jungrinder, davon 13 von der RUW, erzielten im Schnitt 3.417 €. Hier gab es auch die höchsten Zuschläge des Abends. Zuerst zu erwähnen ist sicher das teuerste Tier des Abends von 10.700 €. Diese Summe investierte ein Zuchtbegeisterter aus Hessen für eine Shottle - Tochter. Bei der Großmutter handelt es sich um die bekannte amerikanische Jolt – Tochter Daisy (94 P.). 9.500 € investierte ein Züchter aus Ostfriesland in ein Jungrind von Dundee, bei der die Mutter Italia (98 Pkt.) von Skychief abstammt. Erfolgreich war auch Franz Langkamp aus Osnabrück, der für ein allerbestes Jungrind von ebenfalls von Dundee 7.500 € erzielte. Sehr erfolgreiche RUW-Verkäufer waren Antonius Richter aus Salzkotten und Thomas Wiethege aus Halver. 4.300 € erzielte Antonius Richter mit einem sehr harmonischen Jungrind von Rampage, das nach Schleswig-Holstein wechselte. Bei der Mutter handelt es sich um die bekannte Meggile. 4.000 € erzielte Thomas Wiethege aus Halver für eine Joyboy, bei der die Mutter Alicia (86 Pkt.) von Royalist ist.

 

Zum  Abschluss des Abends wurden noch 6 Kälber für durchschnittlich ebenfalls 3.417 € versteigert. Teuerstes Kalb des Abends war ein Shottle-Kalb der Agrargenossenschaft Hainichen aus Hainichen, das für 4.500 € zu Gunsten von Züchtern aus Norddeutschland zugeschlagen wurde. Erfolgreich aus RUW-Sicht war die Winter GbR aus Oelde in dieser Kategorie. Sie erzielte 3.000 € für ein Rustler-Kalb aus der Lentini-Tochter Alme (86 Pkt.), einem Spross der bekannten A-Linie dieses Zuchtbetriebes. Die Käufer kamen aus Hessen.

 

Beim abschließenden Züchterabend war das einhellige Votum, einen spannenden Abend in Hamm verbracht zu haben. Somit hatte sich der bewährte Eliteauktionsstandort eindrucksvoll ins rechte Licht gerückt.

Bernd Koch 

 

Preisspiegel

 

 

Angebot

Verkauft

von - bis

Ø-Preis

Diff.

Rinder abgekalbt

28

28

2.200 –7.500

3.625

+1.062

Rinder tragend

17

15

2.300 -  6.800

3.993

+1.248

Jungrinder

34

23

1.500 – 10.700

3.417

+673

Kälber

8

6

2.000 – 4.500

3.417

+317

Alle Tiere

87

72

1.500 – 10.700

3.618

+905

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