Zuchtviehauktion in Krefeld: Corona-Verordnung diktiert das Geschehen im Ring

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Unter den Vorgaben der aktuellen Corona-Verordnung veranstaltete die Rinder-Union West eG am 20. Mai 2020 in der Krefelder Niederrheinhalle erstmals wieder eine Zuchtviehauktion. Nach 10 Wochen war an diesem Tage eine neue Marktsituation gegeben. Viele fragen sich, ob das die neue Normalität sein wird – Abstand sowie Mund- und Nasenmaske waren selbstverständlich und diese Veränderungen werden aufgrund der Corona-Situation auch in den nächsten Monaten bestehen bleiben. Im Ergebnis wurde dann auch sehr gut gezeigt, dass es möglich ist, Auktionen auch unter diesen Bedingungen erfolgreich durchzuführen.

Abstand ist wichtig und so haben die Käufer eine Bieternummer erhalten, um nicht nach jedem Zuschlag den direkten Kundenkontakt erforderlich zu machen. Der notwendige Abstand wurde eingehalten und auch Mund-/Nasenschutz ist inzwischen beinahe selbstverständlich.

Hotspot P-Söhne stark nachgefragt
Von den 25 zum Markt gemeldeten Bullen kamen 17 zum Auftrieb. Die Herdbuchanerkennung bestanden letztlich alle, wenngleich sich bei dem breiten Exterieurspektrum bereits dort andeutete, dass dieser Markt nicht einfach wird. So verblieben am Ende 3 Jungbullen im Überstand. Die Bullen, die an neue Besitzer zugeschlagen wurden, wechselten zu moderaten 1.361 € den Besitzer. Dabei war das Preissegment sehr breit. Positiv zum mittleren Zuschlagpreis haben die 3 natürlich hornlosen Jungbullen mit Hotspot P als Vater beigetragen. Diese 3 Bullen aus dem Verkaufskontingent von Rainer Thoenes, Kalkar, Wilhelm van Heek, Kleve, und Klemens Belting, Hamminkeln, stießen auf passende Nachfrage. Dabei fiel der Hotspot P-Sohn von Belting (aus einer Mission P-Mutter) als exterieurstarker Bulle bereits bei der Herdbuchanerkennung positiv auf. Ein Kunde aus dem Kreis Euskirchen legte mit 1.800 € den Höchstpreis in dieser Kategorie an. Mit dem Trio der Hotspot P-Söhne gleichgezogen hat der Casino-Sohn, den Hans-Peter Paeßens, Uedem, vorstellte. Auch dieser Bulle zeigte sich mit starkem Exterieur im Ring. Ein Kunde aus dem Rhein-Sieg-Kreis erhielt bei 1.700 € den Zuschlag.

Färsenmarkt komplett geräumt
Am Färsenmarkt kam es zu einem äußerst zähen Einstieg in den Auktionsverlauf. Die älteren Färsen zogen nur selten zügig im Preis an. Mit zunehmendem Verlauf nahm die Auktion spürbar an Fahrt auf und die Preise bewegten sich deutlich nach oben. Nach dem letzten Zuschlag errechnete sich ein mittlerer Steigpreis von 1.642 €. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Como-Tochter von Stefan Kreutzer, Korschenbroich, und die ihr im Ring unmittelbar folgende Hologram P-Tochter von Thomas Langenberg, Bocholt, die beide für jeweils 2.200 € den Ring verließen. Diese sehr exterieurstarken Färsen glänzten im Ring durch ihre tadellose Entwicklung; sie bewegten sich auf einem klaren Fundament und bestachen durch ein festes, drüsiges Euter. Die Como-Tochter bleibt im Kreis Viersen, während die Hologram P-Tochter in die Niederlande verladen wurde. Preislich folgten 6 Färsen, die für 2.100 € den Besitzer wechselten. Mit Vätern wie Avenue und Board oder auch Mission P und Short Cut finden sich unter den Top-Färsen immer wieder die bewährten Bullen aus dem RUW-Zuchtprogramm.

Die nächste Krefelder Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 17. Juni 2020. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag,  29. Mai 2020, im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 81899-14, per Fax 02151 81899-66 oder per E-Mail: aleuchten@ruweg.de entgegengenommen.
Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

 

 

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