Solider Jahresauftakt in den Zentralhallen in Hamm

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Am 7. Januar 2020 startete die Zuchtviehvermarktung der Rinder-Union West eG in den Zentralhallen in Hamm in das neue Kalenderjahr. Das Angebot umfasste gut 300 Tiere der verschiedenen Kategorien, darunter gut 50 Deckbullen, gut 220 Rinder und knapp 30 Jungrinder und Kälber. Während sich der Bullenmarkt zu Beginn des Auktionstages aufgrund der recht großen Anzahl an Bullen etwas schwieriger gestaltete, verlief der Färsenmarkt durchweg flott und sorgte mit regelmäßigen Steigpreisen von 2.000 € und darüber für zufriedene Gesichter auf den Stallgassen. Den Abschluss bildete ein zügig geräumter  Jungrinder- und Zuchtkälbermarkt.

Großes Angebot am Bullenmarkt

Nach der morgendlichen Verbandsanerkennung standen 53 Deckbullen zum Verkauf. Aufgrund der großen Anzahl, aber auch qualitätsbedingt verblieben am Ende des Marktes einige Deckbullen mehr im Überstand. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat auf 1.436 €. Den Tageshöchstpreis erzielte Norbert Havelt aus Warendorf für einen erstklassig entwickelten Cameron-Sohn, der sich auf tadellosen Fundamenten im Ring präsentierte. Ein Gesamtzuchtwert von gRZG 151 und ein schön aufgebautes Zuchtwertprofil rundeten das Gesamtbild für diesen Bullen ab und sorgten für einen zügigen Bieterwettstreit. Den Zuschlag sicherte sich ein Züchter aus dem Kreis Coesfeld mit dem Gebot von 2.700 €. Mit deutlichem Abstand folgten zwei Deckbullen zum Steigpreis von 2.200 €: zum einen ein reinerbig hornloser HOTSPOT P-Sohn aus dem Bestand von Thomas Wiethege aus Halver, der aus einer inhaltsstarken NUGGET-Mutter gezogen wurde und einem Käufer aus dem Kreis Paderborn zugeschlagen wurde. Zum zweiten ein Manana Red-Sohn aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt, der mit einem Gesamtzuchtwert von gRZG 143 beeindruckte und zukünftig im Kreis Borken zum Einsatz kommen wird. Das Quintett der 2.000 €-Bullen komplettierten zwei weitere Bullen, die zum Steigpreis von 2.000 € den Besitzer wechselten. Ein Imax-Sohn aus dem Bestand von Thomas Blömer aus Heek wurde in den Hochsauerlandkreis verkauft und ein Barbados-Sohn aus Zucht der Köster KG aus Steinfurt wurde am Auktionsabend nach Hessen verladen.

EFFORT-Tochter für 2.600 € verkauft

Das Angebot von gut 220 Färsen wurde zügig nachgefragt. Während für leistungsbereite und korrekte Remontierungsfärsen schnell Steigpreise von 1.800 € und darüber erzielt wurden, konnten Rinder mit kleinen Schwächen und geringerer Einsatzleistung nur unter Preiszugeständnissen abgesetzt werden. Und obwohl mehr als 50 Tiere Zuschlagpreise von 2.000 € und darüber erreichten, pendelte sich der Durchschnittspreis bei soliden 1.713 € ein. Großen Anteil am erfolgreichen Marktverlauf hatten wieder die ausländischen Kunden aus Italien, Belgien und den Niederlanden, die sich den Großteil der angebotenen Tiere sicherten. Zum Spitzenpreis von 2.600 € wurde die EFFORT-Tochter Gunda aus der Zucht von Andreas Pröbsting aus Everswinkel an einen Züchter aus ihrem Heimatkreis Warendorf vermittelt. Gunda präsentierte das komplette Paket und überzeugte mit Typ, einem Spitzeneuter und klasse Fundamenten. Den preislich zweiten Rang teilten sich gleich vier Färsen, die zum Steigpreis von 2.300 € zugeschlagen wurden. Den Auftakt machte eine körperstarke Kaluscho-Tochter aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest, die mit einen Erstkalbealter von gut 24 Monaten die Jüngste im Bunde war und an einen niederländischen Züchter verkauft wurde. Aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt stammte eine schaufertige Callen-Tochter, die sich mit passender Einsatzleistung präsentierte und in einen Züchterstall im Kreis Borken wechselte. Frank Hötger aus Balve reihte sich mit einer euterstarken und leistungsbereiten County-Tochter ein, die zukünftig im Kreis Gütersloh gemolken wird. Das Quartett wurde von einer hervorragenden Jerseyfärse, einer Tango-Tochter, aus der Zucht der Effing-Timmermann GbR aus Vreden komplettiert, die sich ein Züchter aus dem Kreis Soest nicht entgehen ließ. Zum Steigpreis von 2.200 € folgten fünf weitere Topfärsen, die an Käufer aus den Niederlanden und Belgien vermittelt wurden.

Jungviehmarkt zügig geräumt

Das Angebot von 27 Jungrindern und Zuchtkälbern wurde recht zügig und komplett nachgefragt. Der Durchschnittspreis für die Jungrinder pendelte sich bei 702 € ein, der mittlere Steigpreis am Kälbermarkt betrug 317 €. Die teuersten Jungrinder stammten aus der Zucht von Willibert Krapp aus Hückelhoven. Für 1.100 € wurde eine Chassy-Tochter, gezogen aus einer TICKTACK-Mutter, in den Kreis Borken verkauft. In den Kreis Recklinghausen wechselten eine Careless-Tochter für 840 € und eine SIMBA-Tochter für 820 €. Am Zuchtkälbermarkt wurde zweimal der Steigpreis von 400 € erzielt: zum einen für eine MATISSE RED-Tochter aus der Zucht von Markus Wissmann aus Nordkirchen, die in den Ruhr-Lippe-Kreis verkauft wurde und zum anderen eine DREAMER-Tochter aus der Zucht von Alexander Drerup aus Steinfurt, die in den Kreis Höxter wechselte. Aus der Zucht von Andreas Pröbsting stammten eine MARSDEN P-Tochter und eine Garido-Tochter, die für 380 € bzw. 360 € an Käufer aus den Kreisen Borken und Warendorf vermittelt wurden.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 4. Februar 2020 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-266 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit.

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