RUW-Zuchtviehauktion vom 15. August 2018 in Krefeld

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Kleine Sommer-Auktion in Krefeld

Natürlich ist allen bewusst, dass aufgrund der angespannten Futtersituation die Nachfrage nach Färsen im Land eher verhalten ist – dennoch muss Remontierung stattfinden. Und so war dann auch letztlich ausreichende Nachfrage am Markt, jedoch fehlen bei der kleinen Auftriebszahl schnell Großkunden, die in einer solchen Angebotssituation nicht zurechtkommen. Erfreulich ist, dass alle Tiere einen neuen Besitzer fanden, wenngleich die Preise in allen Sparten nachgegeben haben.

Wenige Bullen im Angebot

Am Bullenmarkt gingen nur sieben Jungbullen erfolgreich aus der Herdbuchanerkennung hervor. Bis auf einen wechselten diese zügig bei 1.617 € im Mittel den Besitzer. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2.100 € Volker Elsermann, Hamminkeln, mit einem sehr ausdrucksstarken Boss-Sohn aus einer schaubewährten Commander-Tochter. Bei diesem Bullen passten auch die hervorragenden mütterlichen Infos. Ein Züchter aus dem Rhein-Sieg-Kreis erhielt den Zuschlag. Im Preisgefüge folgte ein Adventure-Sohn von Gerd Luyven, Kamp-Lintfort, der ebenfalls in den Rhein-Sieg-Kreis verladen wurde. Dieser aus einer Ferrari-Mutter gezogene Jungbulle beeindruckte durch Spitzenkörper und allerbestes Fundament. Der Kunde erhielt den Zuschlag bei 1.600 €. Mit dem gleichen Zuschlagpreis verließ der Basical-Sohn aus der Schwengers GbR, Kaarst, den Ring. Hier war neben der guten Entwicklung des Bullen auch die mütterliche Basis Garant für die Vermarktung. Mutter und Großmutter beeindrucken durch ihre enorme Dauerleistung mit sehr viel Milchpotenzial. Der Bulle wird in den Kreis Neuwied verladen.

Matisse Red-Töchter mit Spitzenpreis

Die neue Form im Vermarktungsangebot – Färsen werden ohne Halfter freilaufend im Ring angeboten – wurde wiederum gut angenommen. Im Auktionsverlauf war diese Angebotsform schnell etabliert und die Kunden bieten gleichermaßen qualitätsbewusst, egal, ob am Halfter oder freilaufend vorgestellt. Beim Zuschlagpreis lagen die Färsen im Mittel bei 1.403 € und damit doch deutlich unter dem ordentlichen Vormonatsergebnis. Natürlich beeinflussen bei der geringen Stückzahl knappere Färsen eher den Mittelpreis, aber an diesem Tag wurde selbst bei allerbesten Färsen das Bieten jenseits der 1.500 €-Grenze schwierig und das Limit lag bei der von Wolfgang Schüring, Hünxe, vorgestellten Matisse Red-Tochter bei 1.800 €, die ein Kunde aus dem Rhein-Sieg-Kreis anlegte. Die Färse demonstrierte einmal mehr das Exterieurpotenzial von Matisse Red. Aber auch die sehr gute Einsatzleistung passte zum Gesamtbild. Weitere sechs Färsen haben mit dem Zuschlag bei 1.700 € ihren neuen Besitzer gefunden haben und drei gingen zu 1.600 € in neuen Besitz über. Sieben dieser neun Färsen führen als Vater Bullen aus dem RUW-Zuchtprogramm im Papier. Damit zeigt sich einmal mehr am Markt die Exterieurstärke des eigenen Zuchtprogramms. Neben Explizit, der ja schon einen töchterbasierten Zuchtwert hat, steht insbesondere Balu im Blickpunkt. Balu wird bei der kommenden Zuchtwertschätzung einen ersten töchterbasierten Zuchtwert erhalten. Seine Töchter lassen hoffen, dass er das Angebot in dieser Kategorie deutlich verstärken wird.

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 12. September 2018. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, den 24. August 2018 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen.

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

Preisspiegel:

 

 

Auftrieb

 

Verkauf

Preisspanne €

       von                 bis

Durchschnitts-

preis €

Differenz €

Vormonat

Bullen

7

6

1.400

2.100

1.617

-99

Kühe

2

2

1.100

1.100

1.100

-100

Rinder

73

73

900

1.800

1.403

-141

Kälber

2

2

100

100

100

+100

 

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