Frühjahrsauktion in Hamm

Auktionsberichte
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Eine der vielen guten Färsen des Auktionstages: Diese KEY-Tochter aus der Zucht von Walter Niestert aus Sendenhorst überzeugte mit einem leistungsstarken Kuhstamm im Pedigree, einer ansprechenden eigenen Einsatzleistung gepaart mit einem tadellosen Fundement und einem klasse Euter. Sie wurde zum Steigpreis von 1.850 € nach Italien verkauft. Foto: Klemens Oechtering

Kleines Angebot am Deckbullenmarkt

Mit nur 25 Deckbullen war das Angebot für eine Aprilauktion sehr überschaubar. Die in Entwicklung und Exterieur durchweg überzeugenden Bullen wurden flott nachgefragt und fanden zu 100 % einen neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis stieg auf 1.678 €, wobei fünfmal die 2000 €-Marke geknackt wurde. Mit Eleganz und dunkelroter Fellzeichnung präsentierte sich WR Mattal, ein MATISSE RED-Sohn, der von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt im Ring präsentiert wurde. Langlebigkeit und hervorragende Leistungen im Kuhstamm und ein tolles Seitenbild des jungen Bullen selbst waren weitere Gründe für den Käufer aus dem Kreis Heinsberg, den Tageshöchstpreis von 2.600 € in diesen Bullen zu investieren. Auf den Plätzen zwei und drei folgten zwei weitere rotbunte Bullen. Für 2.400 € folgte WIN Apok, ein homozygot hornloser Apoll P-Sohn, aus der Zucht von Hubertus Winter aus Oelde. Durch den Einsatz dieses Bullen erspart sich sein neuer Besitzer aus dem Hochsauerland das Enthornen seiner Nachkommen. Neben Höchstleistungen von über 13.000 kg bzw. 18.000 kg bei Mutter und Großmutter ein Grund mehr, sich für diesen hellgezeichneten Bullen zu entscheiden. Aus der Zucht von Hermann-Josef Bonhoff aus Raesfeld stammte Effidello, ein in Typ und Fundament in ganzer Breite überzeugender EFFORT-Sohn. Ein belgischer Züchter sicherte sich diesen Bullen zum Steigpreis von 2.300 € für den Einsatz in seinem Betrieb. Das Quintett der 2000-er-Bullen vervollständigten ein Epic-Sohn aus der Zucht von Ludger Wiewer, der für 2.100 € in den Kreis Borken verkauft wurde, und ein Bolaro-Sohn aus dem Bestand von Berhold Brügge aus Tecklenburg, der für 2.000 € an einen Züchter aus dem Kreis Paderborn vermittelt wurde.

Hornlose Färsen in der Preisspitze

Die Qualitäten am Rindermarkt waren breit gefächert. Für Färsen mit Einsatzleistungen von gut 30 kg bei gleichzeitig korrektem Exterieur fanden sich meist zügig neue Besitzer. Konnte die Tierqualität nicht in allen Belangen überzeugen oder waren gar Ansagen bekannt zu geben, war die Bereitschaft der Käufer, Gebote abzugeben, sehr zurückhaltend. Hier spiegelte sich die weiterhin angespannte Milchmarktsituation deutlich wider. Durch die Anwesenheit einiger belgischer und italienischer Käufer sowie die Erledigung von Kaufaufträgen für Süd- und Norddeutschland konnte das Färsenangebot bis auf wenige Tiere zum rückläufigen Durchschnittspreis von 1.385 € vermittelt werden. Die teuerste Färse stammte aus der Zucht von Karl-Heinz Eickhoff aus Oelde. Diese President-Tochter präsentierte sich nahezu schaufertig im Auktionsring und beeindruckte mit Leistungsbereitschaft und tadellosem Exterieur. Ein Käufer aus dem Märkischen Kreis setzte sich gegen die zahlreichen Mitbieter durch und erhielt den Zuschlag für 2.100 €. Für den Steigpreis von 1.900 € folgte ein Quartett von vier weiteren Spitzenfärsen, die allesamt von RUW-Vererbern abstammten. Je eine natürlich hornlose COLOUR P-Tochter verkauften Andreas Pröbsting aus Everswinkel und Friedrich-Karl Hilbk Kortenbruck aus Hamm. Beide Färsen wechselten innerhalb der RUW-Zuchtgebietes in Betriebe im Kreis Warendorf und Gütersloh. Josef Lessing aus Ahaus war mit einer RULETO-Tochter erfolgreich und Christoph Wissing aus Ahlen mit einer Tochter des RUWSelect-Vererbers NATURELL. Auch diese beiden Färsen verblieben in der Region in einem münsteraner Zuchtbetrieb.

Zügiger Kälbermarkt

Mit 55 Jungrindern und Zuchtkälbern war die Aprilauktion wieder gut beschickt. Das qualitativ überzeugende Angebot traf auf eine zügige Nachfrage und wurde zu nahezu stabilen Durchschnittspreisen von 426 € für die Jungrinder und 258 € für die Kälber bis auf einzelne Tiere komplett an neue Besitzer vermittelt. Teuerstes Jungrind war eine Surefire-Tochter aus der Zucht von Matthias Heimes aus Schmallenberg, die für 620 € zugeschlagen wurde. Aus der Zucht von Andreas Pröbsting stammte eine MATISSE RED-Tochter, die für 480 € verkauft wurde. Beide Jungrinder wechselten in den Ruhr-Lippe-Kreis. Die höchsten Preise am Zuchtkälbermarkt erzielten Martin Fögeling aus Rosendahl und Hubertus Gierse aus Schmallenberg. Martin Fögeling verkaufte zwei KAJAK P-Töchter, darunter eine hornlose, für 440 € und 420 € an Züchter aus dem Kreis Paderborn bzw. dem Hochsauerlandkreis. Hubertus Gierse war mit einer County-Tochter und einer Defender-Tochter erfolgreich, die für ebenfalls 440 € bzw. 420 € an einen Käufer aus dem Kreis Warendorf verkauft wurden.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Mittwoch, den 03. Mai 2017 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Preisspiegel

 AngebotVerkauft€ von - bis€ ØDifferenz

Bullen

25

25

1.000 - 2.600

1.678

+188

Rinder

209

194

800 - 2.100

1.385

-117

Jungrinder

7

7

340 - 620

426

-81

Kälber

48

45

110 - 440

258

-16

 

 

 

 

 

 

Klemens Oechtering

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