Gute Remontierungsfärsen waren gefragt

Auktionsberichte

Die Käufer aus der heimischen Region wetteiferten mit den Kunden aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Italien, Belgien und den Niederlanden um die besten Färsen. Die sich nach und nach verbessernde Situation am Milchmarkt sorgte für ein weiterhin ansteigendes Preisniveau am Färsenmarkt, was sich positiv auf die Stimmung in der Auktionshalle und auf den Stallgassen auswirkte und viele zufriedene Gesichter nach sich zog.

 

Deckbullenmarkt

Die Qualität der aufgetriebenen Deckbullen konnte durchweg überzeugen. Lediglich einige wenige Bullen konnten nachfrage- und qualitätsbedingt nicht an neue Besitzer vermittelt werden. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.347 € etwas unter dem Vormonatsergebnis ein. Die Preisspitze mit 2.000 € Steigpreis besetzten gleich drei Bullen gemeinsam, die allesamt mit klasse Typ und korrekten Fundamenten zu überzeugen wussten. Darunter ein Red Chemie-Sohn aus der Zucht von Thomas Langenberg aus Bocholt, der zukünftig im Kreis Gütersloh zum Einsatz kommen wird. Ein GARDEN RDC-Sohn aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt wechselte in einen Zuchtbetrieb im benachbarten Niedersachsen. Und ein MATISSE RED-Sohn aus der Köster KG aus Steinfurt wurde in den Kreis Soest verkauft. Für 1.900 € im Zuschlag folgten zwei weitere Deckbullen, die von zwei weiteren RUW-Vererbern abstammen. Elisabeth Wacker war mit einem LESSON-Sohn ein weiteres Mal erfolgreich im Verkauf. Der Bulle wurde am Auktionsabend nach Hessen verladen. Die gleiche Fahrtrichtung schlug ein natürlich hornloser CAPPLE P-Sohn aus der Zucht von Michael Roer aus Everswinkel ein.

 

Flotter Färsenmarkt

Der Auktionsverlauf war ähnlich wie im letzten Monat. Während die Gebote am Anfang der Auktion noch etwas zurückhaltend abgegeben wurden, beschleunigte sich das Bietgeschehen mit fortschreitender Katalognummer. Gerade die jungen und in allen Belangen überzeugenden Färsen sorgten für Belebung und ein deutlich angestiegenes Preisniveau. Am Ende des Auktionstages ergab sich ein Durchschnittspreis von 1.474 €, der damit gut 100 € über dem Oktoberergebnis lag. Der Tageshöchstpreis von 2.100 € wurde gleich fünfmal erzielt. Den Auftakt im Quintett machte die Köster KG aus Steinfurt mit einer Dominant-Tochter, die im Ring einen dominanten Eindruck hinterließ und an einen Züchter aus dem Kreis Ennepe-Ruhr verkauft wurde. Es folgte eine ELLMAU-Tochter aus der gleichen Zuchtstätte, die auf die bekannte und erfolgreiche Schaukuh KOE Tyra EX 93 zurückgeht. Neben einem tadellosen eigenen Erscheinungsbild beeindruckte diese euterstarke Färse mit einer Einsatzleistung von knapp 40 kg und wurde in einen Zuchtbetrieb im Kreis Kleve verkauft. Mit Vater FERRARI stammte auch die nächste Spitzenfärse des Auktionstages von einem beliebten RUW-Vererber ab. Züchter Gerhard Wedell aus Kamen präsentierte sie in gekonnter Manier im Auktionsring und konnte sich über den erfolgreichen Verkauf an einen Züchter aus dem Kreis Lippe freuen. Der gleiche Käufer sicherte sich auch eine Fenax-Tochter, gezogen aus einer exzellent bewerteten Laudan-Mutter, aus der Zucht von Heinz Hesse aus Bad Wünnenberg. Das Quintett vervollständigte eine junge Big Point-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Frank Hötger aus Balve, die neben einer eigenen Leistung von 40 kg Milch mit höchster Leistungsbereitschaft und Langlebigkeit bei Mutter und Großmutter beeindruckte und zukünftig in einem Züchterstall im Kreis Siegen ihre Leistung erbringen wird. Dicht auf folgte für 2.000 € im Zuschlag eine natürlich hornlose und schaufertige COLOUR P-Tochter aus der Köster KG, die in einen Züchterstall im Kreis Ennepe-Ruhr wechselte. Den preislich dritten Rang sicherte sich Markus Schrick aus Beverungen mit einer harmonischen SHORT CUT, die in den Kreis Lippe verkauft wurde.

 

Großes Angebot am Jungrinder und Kälbermarkt

Das Angebot am Jungrinder- und Kälbermarkt war mit 86 aufgetriebenen Tieren wieder sehr umfangreich. Die 34 Jungrinder wurden komplett an neue Besitzer vermittelt, während am Zuchtkälbermarkt einzelne Tiere im Überstand verblieben. Die Durchschnittspreis für die Jungrinder und Kälber pendelten sich bei 436 € bzw. 187 € ein. Teuerstes Jungrind war eine langgestreckte, hervorragend entwickelte BILLARD-Tochter aus der Zucht von Franz Schüttemeier aus Salzkotten, die für 580 € in den Kreis Borken verkauft wurde. Für jeweils 540 € im Zuschlag folgten eine Cactus-, eine Leko- und eine Ammon-Tochter, die ebenfalls im Kreis Borken eine neue Heimat fanden. Bei den Zuchtkälbern sicherte Richard Volmering aus Bocholt mit einer erstklassigen BOARD-Tochter den Höchstpreis von 350 €. Das Kalb wechselte in einen Züchterstall in seinem Heimatkreis Borken. Für 320 € verkaufte Norbert Pröbsting aus Everswinkel eine tadellose Symphony-Tochter in den Kreis Ruhr-Lippe.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm, findet am Dienstag, den 6. Dezember 2016 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de  zum Download bereit.

 

Klemens Oechtering

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

Verkauft

Preisspanne € von – bis

Preis-durchschnitt €

Differenz Vormonat €

Bullen

33

28

820 - 2.000

1.347

-96

Kühe

5

5

750 - 1.150

1.000

+150

Rinder

192

189

900 - 2.100

1.474

+125

Jungrinder

34

34

340 - 580

426

+426

Kälber

52

49

80  - 350

187

-89

 

 

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