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RINDER-UNION WEST eG
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25.04.2018

Der Besuch der Workshops hat sich für jeden interessierten Betrieb, der bereits KuhVision praktiziert, gelohnt. In der ersten April-Hälfte hatte die Rinder-Union West in allen drei RUW-Gebieten je einen Workshop angeboten.


Die einzelnen Workshops fanden auf den KuhVisions-Betrieben von Heinrich Drießen in Tönisvorst, von Andreas Pröbsting in Everswinkel und auf dem Betrieb Meutes GbR in Rommersheim statt. Die Workshops waren mit mehr als 150 anwesenden Betrieben gut besucht.

 

Folgende Themen wurden behandelt:

 

Neben den Betriebsbesichtigungen wurden den Landwirten von jeweils einem RUW-Zuchtberater (Christoph Kuhlmann, Christoph Niehues-Pröbsting bzw. Sebastian Weide) eine Einzeltierpräsentation mit Überprüfung der genomischen Zuchtwerte an Erstkalbs- und Mehrkalbskühen vorgestellt. Die Präsentationen der Ergebnisse aus KuhVision sind aussagekräftig. Die genomischen Zuchtwerte als Voraussage für die zu erwartenden Daten (Leistung, Inhaltsstoffe, Exterieur, Zellzahlen, Melkbarkeit, Fruchtbarkeit und vor allem Nutzungsdauer (RZN)) eines Tieres im „Tagesgeschäft“ treffen zu.


Allgemeine Hinweise und Verbesserungsvorschläge bzgl. der logistischen Abläufe bei KuhVision und HerdScan wurden von Thekla Ehrenberg (Mitarbeiterin der Abteilung Zucht) angesprochen.


Hartwig Meinikmann, Abteilungsleiter Zucht, gab in seinem Vortrag den Teilnehmern ein entscheidendes Werkzeug mit an die Hand: Im Hinblick auf die Verbesserung der Lebensleistung als eigentlich primäres Zuchtziel in einem kommerziellen Milchviehbetrieb sollten bei der Selektion von Genetik (egal ob bei der Selektion der eigenen weiblichen Tiere oder bei der Selektion von Besamungsbullen) und bei der Anpaarung (Nutzung von BAP) die beiden Merkmale Nutzungsdauer (RZN) und Leistung (RZM / kg Milch) im Mittelpunkt stehen.


Christoph Niehues-Pröbsting befasste sich mit der Vorstellung des betriebseigenen Indexes via VIT-Internet-Anwendung „NetRind-Genom“ zur besseren Realisierung der individuellen Zuchtziele.

 

 

Ziel dieser Workshops war es, dass jedem Teilnehmer am Ende des Tages veranschaulicht werden konnte, wie die genomischen Zuchtwerte der weiblichen Tiere in den Herden praktisch genutzt werden, worauf das Hauptaugenmerk liegen sollte und wie langfristig damit die Herde aufgebaut werden kann, die ganz den Ansprüchen der Betriebe entspricht.

 

Neben einer regen Diskussionsrunde kristallisierte sich bei den drei Workshops bei den Betriebsleitern der Wunsch heraus, dass die genomischen Zuchtwerte ihrer weiblichen Tiere noch früher als bisher vorliegen sollten. Eine möglichst frühe Verfügbarkeit genomischer Zuchtwerte (am besten bereits im Alter von drei bis vier Wochen) scheint der Dreh- und Angelpunkt im Betriebsablauf zu werden.

 

Ein großer Dank geht an alle drei Betriebe, die einen Einblick in ihren Stall ermöglicht haben!

 

Friederike Laustroer