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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
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10.01.2018

Die Erwartungshaltung der Auktionsbeschicker war aufgrund der Meldungen zu den Entwicklungen der Milchpreise eher zurückhaltend. Umso erfreuter waren die Verkäufer, dass die 254. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG in den Zentralhallen in Hamm am 09. Januar 2018 durchweg zügig und mit steigenden Preisen in allen Tierkategorien verlief. Die knapp 280 Zuchttiere konnten bis auf wenige Ausnahmen an neue Besitzer vermittelt werden. Die einheitliche und gute Tierqualität sorgte auch auf der Käuferseite für Zufriedenheit. Ein Großteil der Tiere verblieb bei Käufern in der Region Westfalen-Lippe. Ebenfalls sehr stark vertreten waren unsere italienischen Kunden, ergänzt durch Käufer aus vielen Regionen Deutschlands.


3.000 € am Deckbullenmarkt

Das Angebot am Deckbullenmarkt war wieder etwas umfangreicher als im Vormonat. Trotz eines leicht gestiegenen Durchschnittspreises von 1.510 € konnten nachfrage- und qualitätsbedingt nicht alle Bullen an neue Besitzer vermittelt werden. Den Tageshöchstpreis erzielte Ludger Wiewer aus Drensteinfurt mit dem County-Sohn WR Codi, der aus der erfolgreichen Europaschaukuh WR Diana Ex 92 gezogen wurde. WR Diana überzeugt dabei nicht nur mit erstklassigem Exterieur, sondern auch mit besten Leistungen und hohen Inhaltsstoffgehalten. WR Codi wurde nach langem Bieterwettstreit zum Steigpreis von 3.000 € an einen Züchter aus Hessen verkauft. Mit etwas mehr Abstand im Steigpreis folgte HOR Bandit, ein Basist-Sohn, aus der Zucht von Antonius Horstick aus Gescher. HOR Bandit stammt aus einer hornlosen LABEL P-Mutter und ist selbst reinerbig hornlos, so dass alle seine Nachkommen hornlos geboren werden. Ein Käufer aus Schleswig-Holstein sicherte sich den Zuschlag mit dem Hammerschlag bei 2.100 €. Den Bullen mit dem höchsten genomischen Zuchtwert von gRZG 148 präsentierte Heinrich Dammeier aus Petershagen im Auktionsring. Dieser Cinema-Sohn wurde für 2.000 € an einen Züchter aus dem Kreis Minden-Lübbecke verkauft. Zum Steigpreis von 1.900 € folgte ein natürlich hornloser KAJAK P-Sohn aus dem Bestand von Norbert Havelt aus Warendorf, der neben seiner Hornlosigkeit mit einem langlebigen Kuhstamm überzeugen konnte und einem Käufer aus dem Kreis Warendorf zugeschlagen wurde. Zum gleichen Steigpreis senkte Auktionator Christoph Niehues-Pröbsting den Hammer für einen korrekten Brekan-Sohn aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt, der zukünftig im Oberbergischen Kreis zum Deckeinsatz kommen wird.

Gute Färsenqualität wird rege nachgefragt

Die angebotenen Färsen boten sowohl im Stall als auch in der Auktionshalle ein tolles Bild. Passende Einsatzleistungen, gepaart mit korrekt gestellten Fundamenten und ansprechenden Eutern, sorgten auf der Käuferseite für rege Nachfrage. Die Gebote wurden zügig abgegeben und der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.592 € deutlich über dem Vormonatsergebnis ein. Topseller des Färsenmarktes war eine tiefschwarze und äußerst elegante EXPLIZIT-Tochter aus der Zucht von Johannes Buschhoff aus Drensteinfurt. Mit einer Einsatzleistung von 40 kg Milch, ermolken aus einem hoch über dem Sprunggelenk getragenen und schön beaderten Euter und einem tadellosen Beinwerk wusste diese junge Spitzenfärse das Publikum zu begeistern. Ein Züchter aus dem Hochsauerlandkreis bewies Durchhaltevermögen und sicherte sich den Zuschlag für 2.700 €. Nur knapp dahinter platzierte sich eine ebenso euterstarke Lacoste-Tochter aus der Zucht von Karl-Heinz Horstmann aus Welver. Auch bei dieser Färse stimmte alles, so dass sie zum Steigpreis von 2.600 € an einen Züchter aus dem Kreis Gütersloh verkauft wurde. Zum Steigpreis von 2.100 € folgten zwei rotbunte und eine schwarzbunte Färse, die mit ihrer eigenen Erscheinung Werbung für ihre Väter aus dem RUW-Zuchtprogramm machten. Aus der Zucht von Friedrich Karl Hilbk Kortenbruck stammte eine READY P-Tochter, die mit glasklaren Fundamenten punktete und zukünftig im Märkischen Kreis ihre Leistung erbringen wird. Annegret Rensing aus Borken war mit einer COLOUR P-Tochter, gezogen aus einem langlebigen und leistungsstarken Kuhstamm, erfolgreich, die im Kaufauftrag für einen Züchter aus Bayern ersteigert wurde. Und Hubert Schultewolter aus Velen präsentierte eine beeindruckende und leistungsbereite BILLARD-Tochter, die am Abend der Auktion die Reise nach Norditalien angetreten hat.

Erfreulicher Jungviehmarkt

Am Jungviehmarkt kamen 13 Jungrinder und 28 Zuchtkälber zum Verkauf. Die angebotenen Tiere konnten in puncto Entwicklung und Exterieur in der Breite überzeugen und ließen die Durchschnittspreis auf 522 € am Jungrinder- und 301 € am Kälbermarkt ansteigen. Am Jungrindermarkt war Markus Kerkhoff aus Billerbeck mit zwei erstklassigen BALU-Töchtern, die für 680 € bzw. 620 € an den gleichen Käufer aus dem Kreis Warendorf zugeschlagen wurden, erfolgreich. Mit 600 € Steigpreis folgte eine schicke Fireman-Tochter, gezogen aus einer DESK-Mutter aus der Zucht von Matthias Heimes aus Schmallenberg, die in den Kreis Höxter wechselte. Auch am Kälbermarkt war Matthias Heimes mit einer MISSION P-Tochter und einer weiteren Fireman-Tochter erfolgreich, die für 520 € bzw. 440 € in einen Züchterstall im Kreis Borken wechselten. Ebenfalls 440 € erzielten Michael Raestrup aus Senden für eine ansprechende JULANDY-Tochter und die Rosenbaum GbR aus Dörentrup für eine schicke Ferrari-Tochter.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 06. Februar 2018 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von – bis

 

Ø

 

Diff.

Bullen

37

30

1.000 - 3.000

1.510

  +24

Kühe

1

1

1.200 - 1.200

1.200

 +200

Rinder

197

193

  925 - 2.700

1.592

  +81

Jungrinder

13

13

380 - 680

522

  +82

Kälber

28

28

160 - 520

301

+128

 

Klemens Oechtering

Topseller des Auktionstages: Diese tiefschwarze und in allen Belangen überzeugende EXPLIZIT-Tochter (Kat.-Nr. 231) aus der Zucht von Johannes Buschhoff aus Drensteinfurt war die teuerste Färse der Januarauktion. Ein Züchter aus dem Hochsauerlandkreis bewies beim Bieten den längsten Atem und setzte sich gegen die Konkurrenten mit dem Gebot von 2.700 € durch.

„Rotbuntgenetik zum Zunge schnalzen“ - Diese erstklassige Kollektion von rotbunten Verkaufsfärsen begeisterte die Käufer (von links): Eine ALBARAN-Tochter wurde von Meinolf Heihoff Schwede aus Delbrück für 1.800 € verkauft, eine EFFORT-Tochter aus dem Bestand von Hermann-Josef Olbing aus Raesfeld für 1.900 €, eine JULANDY-Tochter aus der Zucht von Gerhard Kuck aus Ladbergen für 2.000 € und eine READY-Tochter aus Zucht von Friedrich Karl Hilbk Kortenbruck für 2.100 €. Ganz rechts die teuerste rotbunte Färse des Tages, eine Lacoste-Tochter, die von Karl-Heinz Horstmann aus Welver für 2.600 € verkauft wurde. Alle Färsen wechselten in Zuchtbetriebe in der Region Westfalen-Lippe. Fotos: Klemens Oechtering