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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
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08.06.2016

Die 235. Zuchtrinderauktion der Rinder-Union West eG in Hamm war mit einem Auftrieb von gut 300 Zuchttieren, verteilt auf die verschiedenen Kategorien, für den Monat Juni gut beschickt. Das hochsommerliche Wetter nutzten viele Landwirte für die Ernte des zweiten Schnittes. Dennoch fanden sich dank tatkräftiger Unterstützung einiger Großkunden aus Italien und den Beneluxländern, aber ebenso aus dem eigenen Zuchtgebiet, ausreichend Käufer für die gut 200 Färsen, so dass der Markt bei nachgebendem Preisniveau geräumt werden konnte. Das große Angebot an Jungrindern und Kälbern konnte zu ebenfalls leicht rückläufigem Preisniveau an neue Besitzer vermittelt werden. Einzig am Deckbullenmarkt verblieb nachfragebedingt ein etwas großer Überstand.


Bullenmarkt

Nach der morgendlichen Körung standen 38 Deckbullen zum Verkauf, die durchweg mit gutem Typ und korrekten Fundamenten überzeugen konnten. Der Durchschnittspreis blieb mit im Mittel 1.375 € im Vergleich zum Vormonat nahezu konstant. Dennoch konnten nachfragebedingt nicht alle Bullen an neue Besitzer vermittelt werden, ein Grund hierfür war sicherlich das sommerliche Erntewetter, dass viele Landwirte für die Grasernte nutzten. Der preisliche Tagessieger stammte aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt. Der NUGGET-Sohn KOE Nitro beeindruckte mit klasse Typ und besten Exterieurmerkmalen und wurde für 2.100 € an einen Züchter aus dem Kreis Gütersloh verkauft. Von seinem Vollbruder KOE NUANCE, der bei der RUW auf der Besamungsstation steht, ist seit kurzem Sperma verfügbar. Für 1.900 € folgte der Durango-Sohn LHO Duru, der von Wilhelm van Heek aus Kleve im Ring präsentiert wurde. Höchstleistungen von knapp 14.000 kg und beste Inhaltsstoffgehalte bei Mutter LHO Charly VG 89 waren neben einem tadellosen eigenen Erscheinungsbild des Bullen die mitentscheidenden Gründe für seinen neuen Besitzer aus dem Kreis Minden-Lübbecke, diesen Bullen zu ersteigern. Auf dem preislich dritten Rang platzierte sich der natürlich hornlose Powerball-Sohn Powerplan aus dem Bestand von Manfred Robert aus Vreden, der aus der bekannten Planet-Mutter Lomee gezogen wurde. Für 1.700 € wird er zukünftig im Kreis Bitburg-Prüm zum Einsatz kommen. Das Spitzenquartett vervollständigte ein SNOWFLAKE-Sohn, der von Norbert Havelt aus Warendorf für 1.650 € an einen Züchter aus dem Kreis Warendorf verkauft wurde.

 

Großes Angebot am Färsenmarkt

Der Färsenmarkt war mit gut 200 abgekalbten Rindern für den Monat Juni sehr gut beschickt. Bis auf einzelne Färsen konnten alle Rinder an neue Besitzer vermittelt werden. Auch für die etwas schwächeren Qualitäten konnte ein Käufer gefunden werden; allerdings nur unter deutlichen preislichen Zugeständnissen, was die Spanne der Steigpreis zwischen 600 € und 1.700 € unterstreicht. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Maimarkt und pendelte sich bei 1.121 € ein. Den Höchstpreis erzielte Hermann-Josef Olbing aus Raesfeld mit einer tadellosen Damion-Tochter, die mit einer Einsatzleistung von knapp 40 kg überzeugte und für 1.750 € an einen italienischen Kunden verkauft wurde. Den zweiten Rang mit einem Steigpreis von 1.700 € belegte ein Quartett von vier Spitzenfärsen. Ein belgischer Züchter sicherte sich eine leistungsstarke FERRARI-Tochter aus der Köster KG sowie eine körperstarke Snowfall-Tochter aus dem Bestand von Alois Loddenkemper aus Drensteinfurt. Heinrich Morbeck aus Legden war mit einer weiteren FERRARI-Tochter erfolgreich, die nach Italien verkauft wurde. Ihre Zwillingsschwester wurde nur eine Katalognummer zuvor dem gleichen Kunden zugeschlagen. Ebenfalls auf die Reise nach Italien ging eine LOFT-Tochter aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest, die die Gruppe der 1.700 €-Färsen vervollständigte. Den preislich dritten Rang belegte eine SNOWFIELD-Tochter aus der Betriebskollektion von Hartmut Landwehr aus Steinhagen. Ein Züchter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein setzte sich mit dem Gebot von 1.650 € erfolgreich gegen die ausländischen Bieter durch und sicherte sich diese schaufertige Spitzenfärse.

 

Wenig rotbunte Kälber

Unter den 58 aufgetriebenen Jungrindern und Zuchtkälber, die mit einer durchweg guten Qualität zu überzeugen wussten, waren nur sieben Rotbunte zu finden. Bei leicht rückläufigem Preisniveau konnten nahezu alle Kälber an neue Besitzer vermittelt werden. Der Durchschnittspreis betrug 203 € für die Kälber bzw. 270 € für die Jungrinder. Das teuerste Zuchtkalb des Tages stammte aus der Zucht von Ernst A. Schulte Uffelage aus Lienen. Seine schicke typstarke Dertour-Tochter wurde für 380 € an einen Züchter aus dem Kreis Olpe verkauft. Stefan Fuchte aus Eslohe war mit einer Murphy-Tochter erfolgreich, die für 300 € in den Kreis Soest wechselte. Zum gleichen Preis wurde eine EXPLIZIT-Tochter aus der Zucht von Mathilde Johannhörster aus Gütersloh einem Züchter aus dem Hochsauerlandkreis zugeschlagen.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm, findet am Dienstag, den 05. Juli 2016 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

38

28

1.000 - 2.100

1.375

-39

 

Kühe

8

8

700 - 950

838

+28

 

Rinder

213

208

600 - 1.750

1.121

-116

 

Jungrinder

5

5

250 - 320

270

-85

 

Kälber

53

52

100 – 380

203

-36

 

Klemens Oechtering

Diese Snowfall-Tochter (Kat.-Nr. 131) überzeugte auf der gesamten Breite: Mit Körperstärke, Länge, einem tadellosen Fundament und einem schön ausbalancierten Euter. Für den Steigpreis von 1.700 € wurde sie von Alois Loddenkemper aus Drensteinfurt an einen belgischen Züchter verkauft.

Aus der Betriebskollektion von Hartmut Landwehr aus Steinhagen stammte diese erstklassige SNOWFIELD-Tochter (Kat.-Nr. 149). Ein Züchter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein setzte sich gegen die Mitbieter durch und sicherte sich den Zuschlag für diese euterstarke und schaufertige Spitzenfärse mit dem Gebot von 1.650 €.

Ein ganz besonderes Bild boten diese beiden FERRARI-Tochter (Kat.-Nr. 215+216) aus der Zucht von Heinrich Morbeck aus Legden. Als mittelrahmige Produktionskühe mit viel Kapazität überzeugten diese Zwillingsschwestern mit hoher Leistungsbereitschaft (gut 40 kg Tagesleistung im Mittel) und einwandfreien Fundament- und Eutermerkmalen. Sie wurden für 1.300 € bzw. 1.700 € nach Italien verkauft. Fotos: Klemens Oechtering